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Ausrüstung

Meine detaillierte Ausrüstungsliste findest Du hier:

Ausrüstung Afrika Reise 2011

Ich fahre ein MTB Cycletech Papalagi aus Stahl, das sich nun bereits auf zahlreichen Touren bewährt hat. Die Felgen sind ein belgisches Produkt, EXAL SP 19, 36 Loch. Als Zelt habe ich normalerweise ein Hilleberg Nallo 2. Für diese Tour habe ich mir ein MSR Hubba Hubba gekauft. Vorteil: es ist im Unterschied zum Nallo selbststehend. Sehr wichtig in Afrika. Meinen Benzinkocher MSR Wisperlight, mit dem ich halbwegs zufrieden war (trotz starker Russbildung und schwarzer Hände), habe ich nun durch einen PRIMUS Omnifuel ersetzt, der sehr gut ist  und vor allem den Vorteil hat, die Flamme dimmen zu können. Der Wisperlight gibt hingegen stets die volle Leistung ab. Gut um Wasser zu kochen und für Brachial-Menüs, weniger ideal für Spiegeleier. Einzig der Windschutz von Primus war schlecht: er brach nach wenigen Einsätzen: Materialfehler. Ein E-mail an Primus, wenige Stunden später die Antwort und kurz danach direkt aus Schweden einen neuen, einwandreien Windschutz ! Das nenne ich Kundendienst.

Diesbezüglich hat die Schweizer Firma Katadyn, von denen ich einen teuren Wasserfilter habe, Nachholbedarf. Er lief von einem Tag auf den anderen nicht mehr. Mail nicht beantwortet, Manual unvollständig. Dank meines Sponsors Landweg konnte ich aber das Teil wieder betriebstauglich machen.

Als Packtaschen habe ich Produkte von Ortlieb. Die Packtaschen von Ortlieb sind nach wie vor sehr beliebt bei Touren- und Freizeitfahrern, das Angebot ist mittlerweile nicht mehr zu überblicken. Mit einigen Anpassungen sind die Taschen von Ortlieb nach wie vor erste Wahl. Die Befestigung der Hinterradtaschen ist für normale und dicke Gepäckträgerrohre konzipiert. Die Hakeneinsätze gehen irgendwann einmal verloren. Das Rohr habe ich daher mit einem alten Schlauch verstärkt. 

Die Befestigung der Lenkertaschen mit Kabel um den Vorbau ist umständlich. Muss der Lenker vom Vorbau entfernt werden (z.B. bei einem Flugtransport), muss die ganze Befestigung entfernt werden.  Ich habe immer noch die vor zehn Jahren montierte Halterung drauf. Die (Plastik!)Schrauben an der Hinterseite der Taschen lockern sich manchmal, weshalb ich sie bei Bedarf durch Imbussschrauben ersetzt habe.

Ein besonderes Augenmerk habe ich auf die Laufräder gerichtet. Für Toureros und Weltenbummler erweisen sich die Laufräder oft als Achillesferse. Bestenfalls wird noch in eine stabile Felge oder teure Nabe investiert. Dies liegt vielleicht daran, dass nur noch ganz wenige die hohe Kunst des Laufradbaus beherrschen. Ich habe die grosse Ehre, mit handgemachten Laufrädern des Basler Meisters Gerd Schraner zu fahren. Berühmte Rennfahrer haben mit seinen Rädern Rennen gewonnen. Etwa Ivan Gotti. 1997 hat er den Giro für sich entschieden. Von den Laufrädern, die speziell nur für das Bergzeitfahren gebaut wurden, war er derart begeistert, dass er den ganzen Giro damit fuhr.

Gerd Schraner in seinem Atelier

Bei schwerbeladenen Tourenvelos bewährt es sich, extrastabile Tandemspeichen DT Swiss Alpine III zu benutzen, die Speichen mit feinem Draht zu binden und zu löten und Messingunterlagsscheiben beim Einspeichen zu benutzen, um das Spiel zwischen Speichenkopf und Nabenloch zu minimieren. Eine hohe, jedoch nicht maximale Vorspannung (um Felgenrisse zu vermeiden) ist  von Vorteil. Nach meiner Tibet-Tour hat mir Gerd Schraner die Felgen gewechselt und dabei das alte Speichengerüst verwendet. Mittlerweile hat Gerd Schraner altersbedingt den “Stecker rausgezogen”, sein ganzes Atelier verkauft und wird nie wieder eine Speiche in die Hand nehmen… Keine Angst, wer die Techniken Schraners erlernen möchte, kann sich in seinem Buch oder seiner DVD schlau machen. Im Raume Basel ist mir leider niemand bekannt, den ich empfehlen könnte, der noch Laufräder “Schraner’s way” bauen kann. Wer noch wissen will, welche Sisyphus-Arbeit im Buch steckt, dem seien die unterhaltsamen Anekdoten von Schraner empfohlen.

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